Feelgood Management – was ist das?

Feelgood Manager:innen - sie sind die Klassenclowns der Unternehmen, oder? Nein! Was zunächst einmal nach Blumenwiese und Kuschelkurs klingt, ist in Realität eine wichtige Disziplin. Gekonntes Feelgood Management wirkt sich nachweislich auf die Produktivität der Mitarbeiter:innen aus und damit auch auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.

Feelgood Manager:innen heißen im englischen Sprachraum auch „Chief Culture Officer“, was ihr Tätigkeitsfeld etwas genauer beschreibt, als der in Deutschland meistens genutzte Anglizismus.
Im Fokus ihres Tuns: die Optimierung der Unternehmenskultur – das Feelgood Management.

Die Tätigkeitsfelder von Feelgood Manager:innen sind demnach vielfältig. Sie agieren in allen Bereichen, die die Mitarbeiter:innen tangieren und sorgen hier für bessere Rahmenbedingungen. Dazu gehören insbesondere die Personalentwicklung, das Gesundheitsmanagement, die interne Kommunikation in Form von Konfliktmanagement, Teambuilding oder auch Onboarding. Viele Unternehmen stellen Feelgood Manager:innen ein, häufig werden aber auch externe Dienstleister:innen aus dem Bereich des Feelgood Managements beauftragt. So kann mehr Objektivität zwischen Beobachtungen, Empfehlungen und dem tatsächlichen Daily Business des Unternehmens erzielt werden. Ziel des Feelgood Managements: Die Optimierung der Produktivität von Unternehmen durch zufriedenere Mitarbeiter:innen. Dabei arbeiten Feelgood Manager:innen nicht nur in der direkten Interaktion mit der Belegschaft, sondern gehen vor allem in den Austausch mit Führungskräften und Entscheider:innen. Sie sind die Mentor:innen der Strippenzieher:innen.

Was Feelgood ManagerInnen können sollten

Ein/e Feelgood Manager:in sollte über einige elementare Sozialkompetenzen verfügen: Analytische Fähigkeiten, Organisationstalent, Empathie und Kommunikationsgeschick. Hinzu kommen Kenntnisse in den Bereichen Organisationsentwicklung, Führung, Unternehmenskommunikation und Personalmanagement. Die Kombination aus den Fähigkeiten, das große Ganze überblicken zu können, Zusammenhänge zu verstehen sowie Machbarkeiten abzuwägen, sind ebenso essenziell. Auch eine gewisse mentale Belastbarkeit der Feelgood Expert:innen sollte vorhanden sein. Schließlich begegnen ihnen Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Emotionen, mit denen er umzugehen wissen muss.

Grafik – Was bringt Feelgood Management?

Tätigkeitsfelder des Feelgood Managements

Feelgood Manager:innen bedienen sich aus der Instrumentenkiste der positiven Psychologie. „Gute Laune“ sorgt für höhere Leistungsbereitschaft! Im Klartext: Gezielte Entspannung, Stressreduktion, Kommunikation, Mediation und Krisenmanagement sowie Unterstützung im Bereich des Selbstmanagements dienen dazu, den Mitarbeiter:innen ein dauerhaft gutes Gefühl bei der Arbeit zu geben. Kleine Randnotiz für alle, die nichts von „Kuschelmethoden“ halten: Studien haben bereits mehrfach gezeigt, dass Geld zwar eine wichtige Rolle spielt, jedoch keinen langfristigen Einfluss auf die Motivation besitzt. Die Motivation muss intrinsisch entstehen – also aus den Mitarbeiter:innen selbst heraus. Intrinsische Motivation lässt sich quasi nicht beeinflussen, es sei denn man schafft es, den Mitarbeiter:innen in eine positive Grundstimmung zu versetzen, sodass er sich „kognitiv leicht“ bzw. mental unbelastet fühlt, während er arbeitet. In der Literatur wird dieser „leichtfüßige“ Zustand, in dem Menschen aber gleichzeitig besonders produktiv sind, „Flow“ genannt. Dieser entsteht sowohl aus dem Menschen selbst heraus – aber eben auch durch Rahmenbedingungen, durch eine angenehme Arbeitsatmosphäre, durch gute Stimmung.

Plakat über Feelgood-Management

Was Feelgood Management deinem Unternehmen bringt

Zunächst ist das Beauftragen einer/s Feelgood Manager:in ein Statement des Unternehmens an seine Mitarbeiter:innen: „Uns ist wichtig, wie es euch geht“. Und das hört ja jede/r Angestellte gern – schließlich geht es hier um Wertschätzung. Und die hat einen immensen Einfluss auf die Motivation eines jeden Angestellten. Euer Unternehmen profitiert kurz- bis mittelfristig von einer Verbesserung seiner Reputation und seines Images und nicht zuletzt von vereinfachter Rekrutierung – man denke an die guten Bewertungen bei kununu und Co. und an die positiven Erfahrungsberichte der Mitarbeiter:innen. Eure Rekrutierungskosten werden sich verringern, denn eine sinkende Kündigungsrate ist ein häufiges Ergebnis zielführenden Feelgood Managements.
Also, was bringt dieses „Feelgood Management“ resümierend? Die Stimmung im Unternehmen ist einfach viel besser! Oder auch: Durch die hinzugewonnene Produktivität lassen sich Kosten reduzieren, die wiederum zu einer erhöhten Rentabilität des Unternehmens führen.

Glaubt uns, die Vorher-Nachher-Vergleiche machen richtig Spaß!

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