Gute Führungskommunikation – so geht’s

Die Umsetzung gekonnter Führungskommunikation ist die Königsdisziplin des Führungsmanagements. Für jede/n vierte/n ArbeitnehmerIn war die Führungskraft schon einmal Grund für eine Kündigung. Bei vielen sorgt sie zumindest für den Zustand der inneren Kündigung. Das ist der Zeitpunkt, ab dem Mitarbeiter:innen keine Arbeitsmotivation und keinen Einsatz mehr zeigen.

Du als Führungskraft beeinflusst also maßgeblich die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen und damit die Mitarbeiterbindung. Gute Führungskräfte spielen demnach für den Unternehmenserfolg eine besonders wichtige Rolle, denn zufriedene Mitarbeiter:innen steigern Studien zufolge die Produktivität und damit die Wirtschaftlichkeit in Unternehmen. Doch wie lässt sich das Verhältnis zwischen Mitarbeiter:innen und Führungskräften nachhaltig verbessern und somit die emotionale Bindung (Verbundenheit) der Angestellten an die Firma steigern? Durch gute Führungskommunikation!

Kommunikation ist das wichtigste Instrument der Führung

Eine Studie des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter ermittelte die wichtigsten Kompetenzen einer Führungskraft. Die meist genannten Fähigkeiten: 1. Kommunikationsfähigkeit (57 Prozent) 2. Veränderungsfähigkeit (39 Prozent) und 3. Wertschätzung/Mitarbeiterorientierung (33 Prozent). Nicht zu übersehen: Kommunikationsfähigkeit steht mit großem Abstand an erster Stelle der Nennungen und gehört laut der Umfrage zu den essenziellen „analogitalen“ Kompetenzen. Analogitale Kompetenzen sind und waren sowohl in der analogen als auch in der digitalisierten Welt von Relevanz. Kommunikationsfähigkeit gilt also unabhängig von Digitalisierung und Co. als unverzichtbar.

Wie geht gute Führungskommunikation?

Inhaltlos, viel oder ziellos – ebenfalls Art und Weisen der Kommunikation. Selbstredend keine guten. Regelmäßiges Feedback, Transparenz und Verständlichkeit bei der Weitergabe von Unternehmens- und Teamzielen sowie -strategien und die klare Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten hingegen, gehören unweigerlich zu den erwünschten Kompetenzen einer Führungskraft. Das verrät eine Erhebung von StepStone. Und mal ehrlich, diese Anforderungen zu erfüllen, sollte nicht allzu schwer sein! Ich gebe dir sicherheitshalber aber mal ein paar Tipps 😉

Regelmäßiges Feedback ist Teil guter Führungskommunikation

Eine einfache Methode diesem Wunsch nachzukommen, sind regelmäßige Termine im Kalender. Das klingt nun erstmal trivial – aber mal ehrlich: Vergisst du Feedback zu geben, weil du die Arbeit deiner MitarbeiterInnen tatsächlich nicht schätzt oder kennst, oder vielleicht einfach nur, weil das Thema Feedback im Tagesgeschäft oftmals untergeht? Wohl eher letzteres. Und da ist ein einfaches Mittel eine wöchentliche oder besser noch tägliche Memo-Funktion im Kalender zu deiner eigenen Erinnerung. Feedback bedeutet nicht jedes Mal einen einstündigen Termin mit den MitarbeiterInnen abhalten zu müssen, sondern darf auch gern mal „zwischen Tür und Angel“ stattfinden. Verabschiede deine MitarbeiterInnen beispielsweise mit den Worten „Nils, dass du dein Projekt heute schon fertiggestellt hast, finde ich wirklich gut. Ich werde mir die Ergebnisse morgen in Ruhe ansehen“.So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Feedback zur zeitigen Lieferung sowie Wertschätzung der Arbeit. Schließlich kommunizierst du, dass du dir Zeit nehmen wirst, die Ergebnisse anzuschauen. Und – ganz wichtig – habe immer eine Begründung für dein Feeback parat. Meint: Egal, ob Kritik oder Lob – „das hat mir gut gefallen“/“das hat mir nicht gefallen“ sollte immer direkt durch ein „,weil…“ ergänzt werden.

Gute Führungskommunikation bedeutet Transparenz und Verständlichkeit

Ehrlichkeit und Transparenz gehen miteinander einher. MitarbeiterInnen wollen am liebsten über alles Bescheid wissen. Natürlich geht das nicht immer – aber auch das kann kommuniziert werden. Informiere deine MitarbeiterInnen so früh wie möglich. Sag aber auch, wenn es Themen gibt, die noch nicht final geklärt sind. Schließlich dürfen Unternehmen und EntscheiderInnen auch menscheln. Nichts schafft mehr Distanz als Führungsetagen, die „über den Dingen schweben“. Wenn du keine Ahnung hast – sage das ruhig. Du wirst bei deinen MitarbeiterInnen auf Verständnis und Geduld stoßen. Von Transparenz und Verständnis zum Thema Verständlichkeit: Auch die ist enorm wichtig. Informationen müssen auf simple Art und Weise kommuniziert werden. Wer unverständlich oder Unverständliches kommuniziert, riskiert, dass MitarbeiterInnen sich ihr eigenes Gedankenkonstrukt spinnen, Informationen missinterpretiert werden und Ängste in der Belegschaft entstehen. Und das führt oftmals zu einer gefährlichen Eigendynamik.

Klare Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten

Führungskräfte sollten führen – ob du das in deinem Team auf Augenhöhe oder hierarchisch orientiert tust, ist dabei ein ganz anderes Thema. Wichtig ist jedoch immer: Sorge für eine klare Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten. Entweder du ordnest deinen MitarbeiterInnen Aufgaben zu oder du lässt deine MitarbeiterInnen dies selbst in die Hand nehmen. Auch wenn du den zweiten Weg wählst: Eine gute Führungskraft überlässt die MitarbeiterInnen niemals sich selbst! (!!). Auch wenn im Team ein moderner Umgang herrscht und die MitarbeiterInnen sich selbst und gegenseitig Zuständigkeiten zuordnen, zeige dich als „liebevoller Kontrolleur“. Lass dich vom Team nicht nur darüber unterrichten, wer was tut, sondern beteilige dich an diesem Austausch. Sei Teil der Entscheidung und habe als Führungskraft das letzte, im besten Falle bestätigende Wort, zum Vorschlag deines Teams.
Und abseits von der klassischen Kommunikation im Kontext Arbeit: Zeige dich als Mensch. Unterhalte dich wahrlich interessiert auch einmal zu privaten Themen mit deinen MitarbeiterInnen. Ein paar nette Worte beim Kaffee am Morgen sorgen nicht nur für mehr Wohlbefinden bei den Teammitgliedern, sondern helfen dabei, deine MitarbeiterInnen besser kennenzulernen. Und das wiederum ist Gold wert bei der Beurteilung, wie mit den Menschen in deinem Team am besten kommuniziert werden sollte.

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