Wieso du einen Redaktionsplan brauchst

Was wollte ich heute nochmal posten? Habe ich eigentlich schon zwei Beiträge diese Woche hochgeladen? Spätestens wenn du dir solche Fragen stellst, solltest du ernsthaft überlegen, einen Redaktionsplan zu erstellen. So hast du eine optimale Übersicht über deinen Content für Blog und Social-Media-Kanäle. Wir erklären dir, weshalb ein Redaktionsplan ein echter Gamechanger ist, wie ein Redaktionsplan überhaupt aufgebaut ist und wieso jetzt der richtige Zeitpunkt ist, einen zu erstellen.

Redaktionsplan – was ist das überhaupt?

Ein Redaktionsplan ist ein Plan, der aufzeigt, an welchen Terminen du welchen Content postest. Das kann ein Posting auf Instagram oder Facebook sein oder ein Blogartikel, der an einem bestimmten Tag online gehen soll. Kurzum: Ein Redaktionsplan ist sozusagen dein Terminkalender für Posts und Blogbeiträge. Doch ein Redaktionsplan ist noch viel mehr. Er umfasst alle benötigten Informationen, damit dein Content auch online gehen kann. So stehen in einem Plan bestenfalls auch Zuständigkeiten und To-dos, die erledigt werden müssen sowie Hinweise zu Bildern, Texten, Captions sowie Korrektur- und Freigabe-Schleifen.

Redaktionsplan ­– wozu brauche ich den?

Ein Redaktionsplan hilft dir, den Überblick zu behalten und unterstützt dich in deiner Planung. Und das Beste: Du sparst richtig viel Zeit. Überlege einmal, wie viel Zeit du jeden Tag benötigst, um darüber nachzudenken, was du spontan posten möchtest. Wenn du diese Zeit in eine Planung für eine Woche oder länger steckst, haben deine Inhalte einen roten Faden und du hast einen besseren Überblick und du musst dir nichts spontan aus den Fingern saugen.

Wie sieht ein Redaktionsplan denn aus?

In einem Redaktionsplan stehen ziemlich viele Infos. Um diese Infos zu sammeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten. In welcher Form du deinen Redaktionsplan erstellen möchtest, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

  • Arbeitest du alleine oder im Team?
  • Bespielst du mehrere Kanäle und postest mehrmals die Woche?
  • Müssen deine Postings und Beiträge noch freigegeben werden?
  • Erstellst du selbst Texte und Grafiken oder arbeitest du mit verschiedenen Dienstleistern zusammen?

Grundlegend gibt es drei klassische Formen des Redaktionsplans. Einen normalen Terminkalender, eine Excel-Tabelle mit mehreren Spalten, in der alles genau eingetragen ist oder einen Redaktionsplan in einem Projektmanagement-Tool, in dem unterschiedliche Aufgaben verteilt werden können. Aber wo liegen die Unterschiede zwischen den einzelnen Optionen?

Terminkalender

Die einfachste Form eines Redaktionsplans ist, wenn du deine Themenideen in einen normalen Terminkalender einträgst. Hierbei ist egal, ob dies dein offline Terminkalender ist oder ein digitaler. Du hast jedoch nur sehr beschränkte Möglichkeiten und kannst auch schlecht einzelne Unteraufgaben oder Notizen hinzufügen. Diese Form des Redaktionsplan eignet sich nur, wenn du alleine arbeitest und maximal einmal die Woche auf einem Kanal Inhalte postest.

Excel-Tabelle

Etwas umfangreicher ist eine die Excel-Tabelle. Du findest online viele Vorlagen für Redaktionspläne in Excel. Teilweise sind hier schon kuriose Feiertage oder andere Funktionen hinterlegt, die dir die Planung für deinen Content erleichtern. In einer Excel-Tabelle hast du die Möglichkeit, Hinweise für Bilder, Texte, allgemeine Informationen oder auch Keywords für Blogartikel zu hinterlegen. Wir haben selbst lange mit einer Excel-Tabelle gearbeitet.

Projektmanagement-Tool

Egal, ob Trello, Asana, ClickUp oder Monday – es gibt zahlreiche Tools, die sich hervorragend für Redaktionspläne eignen. Ein entscheidendes Plus: Du kannst deinen Redaktionsplan in dein reguläres Arbeitstool einfügen und dort direkt (Unter-)Aufgaben zu verschiedenen Themen und an verschiedene Personen verteilen. Auch Fotos und Dokumente lassen sich hochladen und Freigaben per Klick erstellen. Wir nutzen ebenfalls ein solches Tool und tragen dort den geplanten Content ein. Gerade für mehrere Postings pro Wochen, an denen mehrere Personen arbeiten, ist ein solches Tool super. So hat jeder Zugriff auf die einzelnen Dateien und Arbeitsschritte und weiß, wann welche Postings geplant sind.

Redaktionsplan – was muss drin stehen?

Das kommt ganz darauf an. Auch hier kannst du deinen Redaktionsplan ganz nach deinen Bedürfnissen gestalten und die Informationen einbinden, die du auch wirklich brauchst.

Datum

Ein Redaktionsplan ohne Datum ergibt keinen Sinn, daher solltest du eine Kalenderfunktion nutzen oder zumindest das Datum vermerken. In Excel gibt es hier spezielle Funktionen zur Datumsprogrammierung.

Thema

Das Thema ist der Kern deiner Planung. Gerade, wenn du weit in die Zukunft planst, solltest du immer das Oberthema deines Contents sichtbar festhalten. So siehst du auf einen Blick, welche Themen bald dran sind.

Caption

Neben Bildmaterial benötigen deine Postings natürlich auch eine Caption. Füge in deinen Redaktionsplan unbedingt ein Feld für die Caption ein und formuliere sie aus.

Foto oder Creative

Was wäre Content ohne Bildmaterial? Notiere dir auch unbedingt im Redaktionsplan, welche Bilder du verwenden möchtest oder ob noch ein Creative erstellt werden muss. So weißt du auch mit ein paar Wochen Abstand, ob schon alles vorbereitet ist.

To-dos

Für die einzelnen Postings ergeben sich sicherlich noch Unteraufgaben. Sei es die Keywordrecherche für einen neuen Blogbeitrag oder die Bildbearbeitung. In den Projektmanagement-Tools kannst du diese Unteraufgaben in deine Hauptaufgabe hineinschreiben, zuständigen Personen zuweisen und terminieren. Falls du dich für eine Excel-Liste entschieden hast, nutze unbedingt eine Spalte für To-dos, in der offene Aufgaben eingetragen werden können.

Keywords

Du möchtest auch deine Blogbeiträge in deinem Redaktionsplan festhalten? Super Idee! Machen wir übrigens genauso. Hier bietet sich an, direkt eine Spalte für die Keywords einzufügen oder das Dokument mit den Keywords und Suchvolumina direkt zu verlinken. Die Arbeit hast du dir bei der Themenauswahl bereits gemacht. Hinterlege die Keywords direkt im Redaktionsplan, damit du nicht wieder suchen musst, wenn du mit dem Schreiben anfängst.

Freigaben

Sofern du für deine Postings und Blogbeiträge Freigaben benötigst, solltest du dieses auch direkt in deiner Redaktionsplanung berücksichtigen. In einem Projektmanagement-Tool kannst du dies einfach als Unteraufgabe hinzufügen und die Person verlinken, die die Freigabe erteilt. In Excel fügst du einfach eine Spalte mit Freigabe ein und platzierst ein Kästchen zum Abhaken.

Wie weit im Voraus muss ich planen?

Auch das hängt ganz von dir ab. Wir planen Themen und Blogbeiträge immer für die nächsten vier bis acht Wochen. Grundsätzlich gilt: Je weiter du planst, desto mehr Puffer hast du, falls unvorhergesehene Dinge passieren.

Redaktionsplanung lohnt sich!

Wir können dir wirklich nur empfehlen, mit einem Redaktionsplan zu arbeiten. Du hast einen viel besseren Überblick, welche Themen in den nächsten Wochen und Monaten gepostet werden sollen. Und: Du sparst Zeit, die du lieber in tolle Blogbeiträge oder kreative Posts stecken kannst. Hast du noch Fragen? Dann schreib uns gern!

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